Gesund durch Ayurveda

Die traditionelle indischen Heilkunst hilft Krankheiten vorzubeugen. Es lassen sich aber auch verschiedene Beschwerden und ernsthafte Erkrankungen erfolgreich mit Ayurveda behandeln. Vor allem chronische Leiden sprechen hervorragend auf entgiftende Ölbehandlungen, Massagen und Medikamente aus indischen Heilpflanzen an. Bei folgenden Krankheiten haben sich Ayurveda-Kuren bewährt: Allergien, Angstneurosen, Altersdiabetes, Arthrose, Asthma, Bluthochdruck, Bulimie, chronische Darmentzündung, depressive Verstimmungen, Erektionsstörungen, Frauenkrankheiten, Haarausfall, Hautkrankheiten (Bsp. Neurodermitis, Schuppenflechte), Herz- und Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen und Migräne, Magersucht, Nasennebenhöhlenentzündung, reduziert Nebenwirkungen nach Operationen und chemotherapeutischen Behandlungen, Rheuma, Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Stoffwechselerkrankungen und Stress und Burnout-Syndrom.

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Ayurveda, die Grundlagen

Der Begriff «Ayurveda» hat seine Wurzeln im Sanskrit. Er setzt sich zusammen aus ayu (Leben) und veda (Wissen) – die Wissenschaft vom Leben. Bereits vor 2000 Jahren taucht die Ayurveda-Medizin erstmals in den Vedas (heilige Schriften des Hinduismus) auf, aber wahrscheinlich wurde sie schon jahrhundertelang praktiziert, bevor man etwas darüber aufgeschrieben hat.

Die drei Doshas
Ayurveda basiert auf der Vorstellung von einer inneren Ordnung der Welt. Wird sie verletzt, ist das natürliche Gleichgewicht gestört, und Krankheiten treten auf. Der ayurvedischen Philosophie zufolge besitzen alle Menschen drei «doshas» (Gemütsverfassungen): «vata» (Wind beziehungsweise Luft); «pitta» (Feuer) und «kapha» (Wasser/Erde). Zusammen werden sie als «tridoshas» bezeichnet, und Krankheiten resultieren aus einer gestörten Balance der drei Elemente. Auch wenn jedem Menschen alle drei zu eigen sind, so dominiert doch eines davon und bestimmt das Temperament des Charakters. Grosser Mangel oder Überfluss an einem «dosha» verursacht gesundheitliche Probleme – so kann Überfluss an «vata» zu Schwindel und Erschöpfung führen; zu viel «pitta» verursacht Fieber, Entzündungen und Infektionen. «Kapha» ist verantwortlich für den Flüssigkeitshaushalt – ein Mangel führt zu Gliederschmerzen und grippeartigen Erkrankungen.

Ayurveda-Behandlungen
Ayurveda-Behandlungen sollen das Gleichgewicht wiederherstellen – also gesund machen. Es werden hauptsächlich zwei Methoden angewandt: «panchakarama» (innere Reinigung) und Massage.
Die Kräuter, die dafür benutzt werden, wachsen üppig im feuchten Klima Keralas. Und da jedes «dosha» einer bestimmten Speise zugeordnet ist, spielen Diät und richtige Ernährung bei Ayurveda eine zentrale Rolle. In Kerala wird massiert, was besonders Patientinnen und Patienten mit chronischen Leiden wie beispielsweise Arthritis oder Rheuma gut tut. Für jede Erkrankung wird ein speziell darauf abgestimmtes Massageöl verwendet. Für nachhaltige Ergebnisse ist indes mehr als eine Behandlung nötig, will heissen, eine mindestens 15 Tage dauernde Kur mit Ayurveda-Diät, Kräutermedizin, Übungen, Massagen und einer Reihe von weiteren Behandlungen.

Die eine «richtige» Kur gibt es nicht

Gute Ayurvedakuren sind rar. Meist beschränken sie sich auf Wellness-Massagen und Stirngüsse ohne ärzliche Betreuung.  Ein Kuraufenthalt in Indien indes verändert einiges.

Indien gilt als Ursprungsland des klassischen Ayurveda. Insbesondere im indischen Bundesstaat Kerala, im Südwesten des Landes, gibt es zahlreiche Ayurveda-Kliniken und -Resorts, deren Angebot an Massagen zahlreiche Gäste aus Übersee anlocken. Mit den meisten hierzulande durchgeführten Ayurveda-Wellness-Massagen haben echte ayurvedische Anwendungen aber wenig gemein. Dennoch wird auch in Indien die eine «richtige» Kur nicht angeboten. Jede Klinik/jedes Resort und jeder Ayurveda-Arzt hat sein eigenes Konzept. Überdies werden die Anwendungen regional unterschiedlich gehandhabt.